Webseite von Schlaganfall verhindern
Inhaltsbereich

Was passiert beim Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern entsteht, wenn nicht mehr nur die Impulse vom Sinusknoten den Vorhof erregen, sondern andere Rhythmusgeber hinzukommen. Diese kleinen elektrischen „Störenfriede“ übernehmen das Kommando. Sie liegen häufig am Übergang zur Lungenvene und sorgen für ein elektrisches Chaos. Damit ziehen sich die Vorhöfe nicht mehr rhythmisch zusammen, sondern schlagen chaotisch, bis zu 600­-mal in der Minute – sie „flimmern".

Mechanisch gesehen stehen die Vorhöfe somit praktisch still, das Blut wird nun nicht mehr vollständig aus den Vorhöfen in die Kammern gepumpt. Und Blut, das nicht mehr richtig fließen kann, gerinnt.

Die Folgen von Vorhofflimmern:

  • Aufgrund des gestörten Blutflusses kann es zur Bildung von Blutgerinnseln im Vorhof kommen.
  • Losgeschwemmte Blutgerinnsel können mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort zu einem Schlaganfall führen.

Manche Patienten können Vorhofflimmern als unangenehmes Herzklopfen, Herzrasen und Schwindel wahrnehmen. Aber bei vielen Menschen tritt die Rhythmusstörung ganz ohne Beschwerden auf. Dies nennt man ein asymptomatisches Vorhofflimmern, hier sind keine eindeutigen Symptome erkennbar. Es birgt die Gefahr, zunächst unerkannt zu bleiben, notwendige Behandlungsmöglichkeiten können daher nicht rechtzeitig eingeleitet werden.1 Umso wichtiger ist es, dass Sie auf Ihren eigenen Herzschlag achten, indem Sie öfter mal/von Zeit zu Zeit Ihren Puls selbst messen und gegebenenfalls Ihren Arzt auf eine Untersuchung zum Vorhofflimmern ansprechen.

Anhand der Dauer unterscheidet man verschiedene Typen des Vorhofflimmerns:

Quellen:

  1. Patienteninformation „Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern”. Herausgeber Kompetenznetz Vorhofflimmern. Aktualisierte Neuauflage (Stand: Februar 2013)