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Wann ist eine ärztlich verordnete Therapie zur Senkung des Schlaganfallrisikos nötig?

Ihr Arzt wird entscheiden, ob über die allgemeinen Tipps zu einer „herzgesunden” Lebensweise hinaus eine medizinische Behandlung für Sie notwendig ist, um das Schlaganfallrisiko zu senken. Er wird verschiedene Untersuchungen durchführen und mit Ihnen geeignete Therapiemöglichkeiten besprechen.

Dank moderner Therapien ist die Lebensqualität von Menschen mit Vorhofflimmern kaum eingeschränkt. Je nach Diagnose stehen für die Behandlung bestimmte Medikamente (zum Beispiel Betablocker) zur Verfügung, die die Herzfrequenz regulieren und das Herz langsamer schlagen lassen. Außerdem können medikamentöse Therapien (Antiarrhythmika) oder der Einsatz eines Defibrillators (elektrische Kardioversion) dem Herzen helfen, wieder im normalen Takt zu schlagen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch durch eine punktuelle Gewebevernarbung die Weiterleitung der falschen elektrischen Impulse unterbrochen und damit der Sinusrhythmus wiederhergestellt werden (Katheterablation). Zusätzlich müssen Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder andere Herzerkrankungen behandelt werden. Zugleich ist die Betreuung durch den Facharzt für Herzerkrankungen, den Kardiologen, oder einen entsprechend spezialisierten Hausarzt wichtig.

Um zu verhindern, dass sich bei Vorhofflimmern Blutgerinnsel bilden, ist die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten ein wesentlicher Grundpfeiler der Behandlung. Damit können Sie das Schlaganfallrisiko ganz erheblich senken.

Man unterscheidet dabei:

  • die Vorbeugung eines Schlaganfalls bei Patienten mit Vorhofflimmern, die noch keinen Schlaganfall hatten (Primärprävention)
  • von der Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls bei Patienten mit Vorhofflimmern, die schon einmal einen Schlaganfall erlitten haben (Sekundärprävention)

Zum besseren Verständnis, wie Gerinnungshemmer wirken, werfen wir zuvor einen kurzen Blick auf die Funktion der Blutgerinnung allgemein.