Wovon hängt das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern ab?

Das Risiko für einen Schlaganfall bei Vorhofflimmern ist ganz unterschiedlich und wird unter anderem vom Lebensalter, vom Geschlecht, genetischen Voraussetzungen und von Begleiterkrankungen bestimmt.

Faktoren für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko

Wenn Sie zum Beispiel

  • eine Frau sind*
  • über 65 Jahre alt sind
  • gegebenenfalls eine zusätzliche Herzerkrankung
  • einen zu hohen Blutdruck
  • eine Gefäßerkrankung
  • eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder
  • einen bereits zurückliegenden Schlaganfall haben

kann bei Ihnen ein höheres Risiko vorliegen, einen Schlaganfall zu bekommen. Aber auch bereits Vorhofflimmern an sich kann das Risiko eines Schlaganfalls steigern und muss deswegen mit dem Arzt abgeklärt werden.

Wie hoch ist Ihr persönliches Risiko? Das lässt sich lediglich abschätzen. Mithilfe einiger im Rahmen von wissenschaftlichen Studien ermittelter Merkmale können Ärzte über ein Punktesystem persönliche Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten abfragen. Daraus wird ein Wert errechnet, anhand dessen das Schlaganfallrisiko eingeordnet werden kann.1

Sie können Ihren Arzt mit der Beantwortung einiger Leitfragen dabei unterstützen, diese Abschätzung vorzunehmen.

* Bei Frauen unter 65 Jahren, die keine weiteren Risikofaktoren aufweisen, stellt das weibliche Geschlecht keinen eigenständigen Risikofaktor für einen Schlaganfall dar.2

Quellen:

  1. Kirchhof P et al. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28038729) 2016 ESC Guidelines for the Management of Atrial Fibrillation Developed in Collaboration With EACTS. Eur. Heart J. 2016 Oct 7;37(38): 2893-2962.
  2. Camm AJ et al. Europace 2012; 14:1385–1413.